Kein Stromausfall dank Pumpspeicher

Köln, 23.03.2015: Die deutsche Stromversorgung ist während der  Sonnenfinsternis

stabil geblieben. Neben konventionellen Kraftwerken haben insbesondere

Pumpspeicherwerke dazu beigetragen. Da im Zuge der Energiewende immer mehr

Photovoltaikanlagen und immer weniger konventionelle Kraftwerke Strom

erzeugen, werden Pumpspeicher immer wichtiger für den Ausgleich von

kurzfristigen Wetterschwankungen. Denn sie können Strom schnell aufnehmen

und wieder abgeben. Damit Pumpspeicher zukünftig ausreichend zur

Verfügung stehen, müssen sie wirtschaftlich betrieben werden können.

Dies ist derzeit immer weniger der Fall. Darauf weisen die Partner der

Plattform „Pumpspeicherwerke – Partner der Energiewende“ der

Deutschen Energie-Agentur (dena) hin.

 

„Die Sonnenfinsternis hat gezeigt, wie wichtig Pumpspeicherwerke in

Zukunft für die Versorgungssicherheit sein werden“, so Ulrich

Benterbusch, Geschäftsführer der Deutschen Energie-Agentur (dena).

„Damit sich ihr Betrieb auch rentiert, muss das Energiewirtschaftsgesetz

dringend angepasst werden.“

 

Die Pumpspeicherplattform der dena fordert unter anderem, Pumpspeicher bei

den Netzentgelten nicht mehr zu benachteiligen. Derzeit zahlt ein

Pumpspeicherwerk Netzentgelte für den Bezug von Strom zum Pumpen des

Wassers. Und der Abnehmer des Stroms, den das Werk später wieder in das

Netz eingespeist, muss nochmals für die Netznutzung bezahlen.

 

Warum sind Pumpspeicher so wichtig für die Versorgungssicherheit?

Die heutige Sonnenfinsternis war eine Extremsituation: In kurzer Zeit fiel

die Leistung der in Deutschland installierten Photovoltaik-Anlagen sehr

schnell und stieg dann wieder. Insbesondere der Wiederanstieg der

Photovoltaikleistung zum Ende der Sonnenfinsternis stellte eine extreme

Leistungsschwankung im Stromnetz dar. Denn das Ende fiel auf die

Mittagszeit, in der besonders viel Sonnenlicht einfällt.

 

Doch auch weniger extreme Wetterschwankungen, wie zum Beispiel starker

Wolkenzug, haben einen steigenden Einfluss auf das deutsche

Stromversorgungssystem. Denn der Anteil wetterabhängiger Stromerzeugung

aus Windkraft- und Photovoltaikanlagen im Stromsystem erhöht sich im Zuge

der Energiewende ebenfalls. Die dadurch auftretenden Schwankungen in der

Stromerzeugung müssen im Stromsystem ausgeglichen werden, sonst kommt es

zu Störungen.

 

Anstelle von konventionellen Großkraftwerken müssen in Zukunft verstärkt

andere Lösungen das Stromnetz flexibel halten und Schwankungen

ausgleichen. Dazu zählen unter anderem der Ausbau des Stromnetzes, die

Anpassung der Stromnachfrage an die Erzeugung, die Flexibilisierung von

regenerativen Energieanlagen – vor allem aber Stromspeicher. Die

einzigen wirtschaftlich verfügbaren Speicherkapazitäten mit einem hohen

Wirkungsgrad und einer sehr schnellen Reaktionsfähigkeit sind derzeit

Pumpspeicherwerke.

 

Weitere Informationen zu der Bedeutung von Pumpspeichern für die

Energiewende und den Forderungen der Plattform finden sich unter

www.pumpspeicher.info. (Link: http://www.dena.de/index.php?RDCT=d2199728af4b5cbae4b8 )

Autor: www.dena.de