Kleiner ist feiner

Kleiner ist feiner

Köln, 16.12.2014: Brennwert-Check der Verbraucherzentrale Hessen zeigt: Viele Heizungskessel sind zu groß. Mehr als 3.800 private Brennwertheizungen haben Experten der Verbraucherzentralen in den vergangen Jahren bundesweit überprüft, davon rund 500 in Hessen. Ihre Erkenntnis: Viele Heizungskessel sind für das Haus, in dem sie stehen, zu groß.

Brennwertheizungen sind eigentlich besonders effizient, weil sie die Wärme des Wasserdampfs in den Abgasen nutzen. In der Praxis arbeiten jedoch bis zu zwei Drittel der Geräte nicht optimal, das hatte bereits im Jahr 2011 eine Feldstudie der Verbraucherzentralen ergeben. Seitdem haben die Energieberater bundesweit über 3.800 und rund 500 Kessel in Hessen überprüft.

Nach wie vor gibt es viel Verbesserungsbedarf. Besonders ärgerlich für Heizungsbesitzer ist, dass immer noch viele überdimensionierte Heizkessel installiert werden. Ist der Wärmeerzeuger zu stark, produziert er mehr Wärme, als das System benötigt. Deshalb schaltet das Gerät häufig ab und kurze Zeit später wieder an. Es läuft also kaum im ruhigen Normalbetrieb. Dadurch verschleißt es deutlich schneller. Dies ist auch unter Umweltschutzaspekten problematisch, da beim Start des Wärmeerzeugers mehr Schadstoffe ausgestoßen werden als im laufenden Betrieb.

Bei der Planung einer neuen Heizungsanlage sollte deshalb unbedingt eine individuelle sogenannte Heizlastberechnung durchgeführt werden. Damit lässt sich die optimale Kesselgröße ermitteln.

Alarmierend ist aber noch ein weiterer Befund der Brennwert-Checks: Bei nicht einmal einem Viertel der untersuchten Systeme ist die Dämmung vorschriftsmäßig ausgeführt, obwohl der Heizkessel in einem unbeheiztem Raum steht. Über Rohrleitungen und Armaturen geht somit viel Heizwärme ungenutzt verloren. Dieses Problem kann schnell und kostengünstig behoben und damit viel Energie gespart werden.

Der Brennwert-Check ermittelt, wie effizient der eigene Kessel arbeitet und mit welchen Maßnahmen die Heizleistung optimiert werden kann. Den Check können alle Verbraucher durchführen lassen, die ein Brennwertgerät besitzen. Dank der Förderung durch das Bundeswirtschaftsministerium fällt nur eine Kostenbeteiligung von 30 Euro an. Die Terminvereinbarung ist kostenfrei möglich unter 0800 – 809 802 400. Da für den Brennwert-Check Messgeräte installiert und wieder abgebaut werden müssen, sind zwei Termine im Abstand von wenigstens 24 Stunden notwendig. Achtung: Der Brennwert-Check kann nur in der Heizperiode durchgeführt werden. Mehr Informationen gibt es auf www.brennwertcheck.de oderwww.verbraucherzentrale-energieberatung.de.

Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestags.

Autor: www.verbraucher.de